Etappenfahrt des Club TdC durch die Regionen

In Nord- und Westdeutschland vom 22.05. - 25.05.2014

von Thomas Johannknecht - Regionalkoordinator Hannover und Mitglied des Vorstands

Vier Tage von denen alle Teilnehmer noch lange zehren werden Auch wenn der Club TdC Herausforderungen liebt – die Logistik einer Etappenfahrt stellt immer etwas Besonderes dar. Das gilt für Teilnehmer und Organisationsteam gleichermaßen. Umso größer ist deshalb das Kompliment, das ich gleich am Anfang Joachim Kuhlmann, dem vor Ort verantwortlichen Organisator aus dem Event-Team machen möchte. Mit Unterstützung aus den Regionen sind tolle Routenführungen entstanden, die uns die Vielseitigkeit und Schönheit dieses Teils Deutschlands nachdrücklich vor Augen führten. Das sahen sogar die bayerischen Teilnehmer so.  

Prolog am Elbufer

Am Vorabend des Starts trafen sich (fast) alle Teilnehmer am Elbufer auf der Terrasse des Zollernspieker Fährhauses im Südosten Hamburgs gelegen. Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wurden bei einem leckeren Menü mit Blick auf die Elbe alle schnell warm miteinander. Stimmung und Vorfreude hätten nicht besser sein können.

Vorfreude kurz vor der Abfahrt am Zollenspieker Fährhaus

Etappe 1 durch die Lüneburger Heide nach Hannover

Zum Auftakt gab es das obligatorische Gruppenfoto -  jetzt auch mit den Spätangereisten -  bevor die Gruppe zur nur 100 Meter entfernten Fähre rollte. Kaum zu glauben, aber es gab auf der Fähre schon den ersten Platten. Vom anderen Elbufer machten sich alle Teilnehmer mit bester Stimmung auf den Weg Richtung Hannover, quer durch die Lüneburger Heide.

Die knapp 160 km vergingen bei Temperaturen um die 30 Grad wie im Flug und alle freuten sich schon auf ein kühles Getränk am Zielort im Biergarten des Hotels. Doch dann gab es kurz vor der Ankunft noch einen Sturz, von dem zwei Teilnehmer betroffen waren. Leider musste einer nach der Untersuchung im Krankenhaus die Fahrt abbrechen und nach Hause abreisen. An dieser Stelle gute Besserung, lieber Christian!

Etappe 2 durchs Weserbergland nach Bielefeld

Dass die Wetterfrösche doch immer Recht behalten müssen: In der Nacht gab es die angekündigten Gewitter, die aber zum Morgengrauen durch waren. So machten wir uns bei bedecktem Himmel, aber immerhin nahezu trockenen Straßen, auf den Weg nach Bielefeld. Bis Hessisch Oldendorf blieb es 45 Kilometer trocken. Dann erwischte es uns heftig. Bei strömendem Regen und bei Temperaturen nur um die zehn Grad fuhren wir durch das an sich wunderschöne Weserbergland und das lippische Bergland. Von beiden „Bergländern“ bekamen wir leider nicht allzu viel zu Gesicht. Einige fühlten sich schon an die Etappenfahrt durchs Allgäu im letzten Jahr erinnert. Es fehlte nur noch der Schnee.
Die häufigen Steigungen sorgten dann trotzdem für die richtige Betriebstemperatur und zur Mittagspause hörte es auch auf zu regnen. Aus dem Begleit-Camper gab es für jeden trockene Kleidung und bis auf einen kurzen Schauer kamen wir trocken und sturzfrei nach 145 Kilometern mit 1.700 Höhenmetern in den Beinen in Bielefeld an.

Etappe 3 durchs Münsterland nach Lünen

Die Regenschauer waren durch und auch die Sonne zeigte sich wieder. Das Münsterland steht nicht gerade für anspruchsvolle Anstiege. Vielmehr ist es ein Paradies für „Tretschweine“ und Liebhaber von Schlössern und Landschaft. Joachim hatte während der Fahrt genügend Luft, uns einiges über seine alte Heimat zu erzählen. Das eine oder andere Schloss haben wir auch besichtigt und uns dabei kulturell und historisch weiter entwickelt. Felix, unser Regionalkoordinator Ruhrgebiet, kam uns aus Lünen entgegen und führte uns auf den schönsten Wegen zu unserem Hotel. Die kürzeste Etappe endete nach 125 Kilometern. Die Höhenmeter: Was für Höhenmeter?

Die Truppe vor Schloß Norkirchen auf dem Weg nach Lünen

Etappe 4: das rheinische Finale durchs Bergische Land nach Köln

Heute sollte es über rund 150 Kilometer in Richtung Köln-Hürth gehen. Dazwischen lagen „nur“ die Ausläufer des Sauerlands und das Bergische Land. So war es leicht, noch einmal 1.800 Höhenmeter „einzusammeln“. Felix begleitete uns und kehrte – entgegen seiner sonstigen Gewohnheit – um, als die Berge vor uns lagen. Von hier aus waren wir auf unsere Garmins angewiesen. Doch auch diese Herausforderung meisterten wir mit nur wenigen kleinen Umwegen, die am Ende die Strecke auf 160 Kilometer verlängerten. Der direkte Weg ist schließlich nicht immer der schönste. Letztlich fanden wir am Kölner Rheinufer den ausgemachten Treffpunkt, wo wir uns mit Ralf Selzer und drei jugendlichen Teilnehmern aus unserem sozialen Projekt „Prolog“ verabredet hatten. Alle vier begleiteten uns die letzten 25 Kilometer bis zu ihrer Gesamthauptschule Hürth. Dort konnten wir (kalt) duschen und uns umziehen. Das war dann auch schon das Ende der Etappenfahrt!   Eine schöne Nachricht:

Die Teilnehmer haben einen Betrag von 270 Euro „erradelt“, der unserem sozialen Projekt „Prolog“ zugute kommt.

Gemeinsam mit den Teilnehmern des Projektes „Prolog – Nutze deine Chance“ und Ralf Selzer in Hürth

Unser Dank gilt auch Peter, der geduldig unser Begleitfahrzeug fuhr und immer zur Stelle war, wenn er benötigt wurde. Er trug so ganz wesentlich zum Gelingen der Tour bei. Die Möglichkeiten eines Wohnmobils, das uns dank der großartigen Unterstützung unseres Mitglieds Michael Thyssen auf der ganzen Reise begleitete, sind doch viel besser als die eines normalen Vans.

Das Fazit der Teilnehmer war einstimmig: Eine tolle Tour, die allen sehr viel Spaß gemacht hat! Diese Etappenfahrt hätte auf jeden Fall mehr Teilnehmer verdient gehabt.

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