Wind ist gut, wenn er von hinten kommt ...

Trainingslager 2015 Toskana

Wir hätten es uns ja denken können, dass Fuerteventura nicht windstill sein würde ... denn übersetzt ins Deutsche lautet der Name der Kanareninsel "Starker Wind". Und der ist für Radfahrer toll, wenn er von hinten bläst. Vielleicht hatten manche von uns weltmeisterliche Gefühle, wenn der Tacho auf der Ebene 50 km/h, 60 km/h und einmal sogar 70 km/h zeigte. Die Erkenntnis, dass wir doch den richtigen Beruf gewählt haben, hat uns manchmal aber schon an der nächsten Abzweigung wieder eingeholt ... Denn der Wind ist garnicht mehr so toll, wenn er von der Seite oder von vorne kommt ;-) Aber wie sagen unsere Freunde aus dem Norden immer: Wind schult den Charakter! Und den haben alle Teilnehmer unseres Trainingslagers auf Fuerteventura bewiesen! 

Das Hotel

Für das Trainingslager hatten wir als Basisstation das insbesondere bei Triathleten sehr beliebte Sport Resort Las Playitas in der Gemeinde Tuineje gewählt. Das Hotel lässt keine Sportlerwünsche offen: Laufparcours, 50 m-Schwimmbecken, unzählige über den Tag verteilte Fitnesskurse, Gym, Golf - und Tennisplätze ... Aber auch Bars, Spa, Shops, gutes Essen, Swimmingpools und einen wunderbaren Blick aufs Meer! Beste Voraussetzungen für eine Woche Trainingslager!

Die Insel

Die Insel ist nicht groß, sie misst von der Nord- bs zur Südwestspitze knapp 100 Kilometer und an der breitesten Stelle 31 Kilometer. Dank Mario Kummer, der die 6 Ausfahrten durch alle Inselteile geplant hat, dürfen die Teilnehmer von sich behaupten, dass sie die Insel von Jandia im Süden bis Collejo im Norden fast komplett "erfahren" haben. Fazit: Fuerteventura bietet Radfahrern ebene Strecken, kurze und lange Anstiege mit auch mal steilen Passagen, guten Asphalt, wenig Verkehr und herrliche Blicke aufs Meer. Wer allerdings nicht ohne saftige Wiesen und kleine kurvige Straßen durch sattgrüne Laubwälder auskommt, ist dort falsch. Die durch starke Erosion geprägte, dünn besiedelte Landschaft wird eher von steppenartigen braunen Ebenen und Hügelketten bestimmt, bietet aber eindrückliche Bilder mit ganz eigenem Reiz. 

Das Training

Unser sportlicher Leiter Mario Kummer macht sich im Vorfeld der Club TdC - Trainingslager viele Gedanken, wie er den heterogenen Leistungsmöglichkeiten und den unterschiedlichen Zielen gerecht werden kann. Auch dieses Mal hat er es wieder geschafft, allen Fähigkeiten und Interessen gerecht zu werden.

Die mit Leistungsmessern ausgestatteten Ambitionierten in der Gruppe konnten am Sonntag einen Leistungstest über 20 Minuten absolvieren, der als Steuerungsgrundlage für die Ausfahrten während der folgenden Woche, der Einteilung als Windschattengeber und die Abordnung auf Sonderrunnden diente. Während des abendlichen Predinner-Meetings analysierte Mario dann anhand der Leistungsdaten den Tag. Die „Wolkendiskussionen“ (die Leistungswerte wurden graphisch in Wolken aufbereitet) erfreuten die Wolkenproduzenten nicht immer, brachten aber immer mal wieder erstaunliche Erkenntnisse über das radlerische Leistungsvermögen und das weitere Trainingsprogramm.

Wer ohne Leistungsdruck einfach nur Radfahren und ab und zu mal eine gemütliche Pause machen wollte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Mario achtete auf jeden Einzelnen, gab Tipps fürs Windschattenfahren und fand immer wieder nette Plätze und Orte für einen Cappuccino und - je nach Gusto - ein Eis oder ein Bocadillo. 

Danke an alle, die dabei waren!

Ein gutes Hotel, ein professionell geführtes Training (ok, manchmal haperte es in den Augen des sportlichen Leiters ein bisschen an der korrekten Ausführung ;-), schöne gesprächsintensive aber auch lustige Abende. Das Trainingslager 2018 hat mal wieder gezeigt, wie ein Trainingslager sein sollte. Danke an alle, die organisiert und an alle, die dabei waren. Wir freuen uns auf das Trainingslager 2019! 

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