Die Hamburger Radsportjugend bei den Youngclassics

Was für ein (langes) Wochenende! Die Youngclassics sind vorbei, das internationale Jugendrennen für die U17-Straßenrennfahrer. Es war großartig, auch wenn das Glück nicht auf unserer Seite war. Der RG Hamburg, die das Rennen ausgerichtet hat (mit einer gefühlten Heerschar an freiwilligen Helfern!), sei an dieser Stelle ein Riesen-Dank ausgesprochen: Das war organisatorisch internationales Top-Niveau!

Hamburg stellte für diese Rundfahrt gleich acht Fahrer: Jasper Pahlke, Daniel Prien, Hannes Anders, Benet Metz, Cedric Stein und Noah Böker gingen in diesem Jahr in den Farben der RG Hamburg an den Start. Es war uns außerdem gelungen, Noa Nick Metzler und Jean Luca Kunz als Gastfahrer für den LV Hessen und für ein belgisches Team zu melden. Unsere Hamburg-Equipe wurde drittbestes deutsches Team und erreichte Platz 7 in der Gesamtwertung, die maßgeblich von den dänischen Fahrern dominiert wurde. Glückwunsch, Jungs! Und Danke, Trainer und Betreuer: Leo Diekmann und Tim Peter waren rund um die Uhr im Einsatz und haben einen perfekten Job gemacht! Wir verneigen uns vor euch!

Bereits am Freitag stand die erste Etappe auf dem Programm, im niedersächsischen Otter. Nicht ganz 70 Kilometer waren aufgelegt, sechs Runden mit Sprintwertungen – und wir erwischten einen Traumstart: Die erste Sprintwertung gewann (sowas von souverän!): Benet Metz, unser amtierender Deutscher Meister über 2000 Meter auf der Bahn. Tja, und ab da begann die Sch.... Kaum zwei Kilometer später riss nach einer kleinen Kollision mit einem Mitfahrer bei Benet eine Speiche – und nach dem Radtausch erlaubte ein Kommissär unserem Begleitfahrzeug nicht, ihn wieder ans Hauptfeld heranzufahren. Aus unserer Sicht eine Fehlentscheidung – da half auch ein späterer Einspruch nicht. Benet handelte sich 6 Minuten Rückstand ein und konnte sich an Tag eins von allen Klassement-Zielen verabschieden. An Tag zwei stand morgens ein Mannschaftszeitfahren auf dem Programm – sechs Starter pro Team, die Zeit des dritten im Ziel wurde gewertet. Die Hamburger Taktik: Die drei schwächeren Fahrer hatten den Auftrag, sich auf den ersten Kilometern komplett leer zu fahren, um die starken Fahrer (Jasper, Daniel, Benet) möglichst spät abzuliefern und mit Volldampf allein ankommen zulassen. Hat geklappt: Mit Platz 9 (von 24) durften wir zufrieden sein! Schon hier kristallisierte sich die Dominanz der Dänen heraus – wir werden jetzt mal ganz genau gucken, was unsere Nachbarn im Norden in den vergangenen Jahren in Sachen Jugendarbeit evlt. anders und besser gemacht haben als wir. Die Stärke der Dänen ist wirklich auffällig. Am Nachmittag stand dann die zweite Etappe des Tages an, knapp 60 Kilometer Rundstrecke. Hier hatten wir dann Pech. Unsere saustarken Jasper und Daniel probierten alles. Versuchten selber, Fluchtgruppen zu initiieren und sprangen bei jedem Fluchtversuch der anderen Fahrer mit – und verpassten dann die entscheidende Konterattacke des Tages, bei der sich vier Fahrer absetzen konnten, die am Ende einige Sekunden Vorsprung herausfahren konnten. Verdammt!

Die Königsetappe aber fand am heutigen Sonntag statt: knapp 60 Kilometer durch Hamburg, raus nach Pinneberg und über Wedel, den Kösterberg und die Elbchaussee zurück zum Ziel auf der Mönckebergstraße – die Cyclassics-Runde, vor ganz, ganz viel Publikum. Gänsehaut! Die Jugendfahrer mussten Gas geben – sie hatten das Profi-Feld (das schneller als erwartet fuhr) nur 15 Minuten hinter sich. Den Organisatoren trieb das kurz den Schweiß auf die Stirn – aber nach einigen Kilometern war klar, dass es keine Probleme geben würde: Die U17er waren mit einem 46er-Schnitt unterwegs (und kamen mit einem Schnitt von 45,7 ins Ziel, womit sie 5 Minuten schneller waren als der Sieger des Jedermann-Rennens – nur, um das mal einzuordnen J). Unsere Hamburger verkauften sich sensationell. Fuhren als Team vorne, zeigten Präsenz, versuchten was – auch wenn Jaspers und Daniels Attacken nicht von Erfolg gekrönt waren. Kleines Drama am Kösterberg: Defekt bei Daniel, den wir unbedingt weit vorne ins Ziel bringen wollten. Noah ließ sich zurück fallen, gab Daniel sein Vorderrad und nahm damit den vorletzten Platz der Tageswertung in Kauf – was aber Daniel eine gute Platzierung im Hauptfeld sicherte. Radsport ist Teamsport, das war heute wieder ein großartiger Beweis. Chapeau, Jungs!

Auf der Mönckebergstraße sprintete dann Jasper erneut auf den undankbaren vierten Platz. Wieder Vierter! Nach der DM, nach der Rundfahrt im holländischen Assen. Arrgh – das tut weh. Aber nur ein bisschen, weil es trotzdem ein Granaten-Rennen war und unsere Jungs gezeigt haben, dass sie sehr, sehr weit vorne fahren können. Und das letzte Quentchen Glück, das wird noch kommen, ganz gewiss! Am Ende das drittbeste deutsche Team zu sein – das macht gute Laune und Lust auf mehr. Wir haben da eine tolle Truppe am Start, und es sei auch nicht vergessen, dass Noa Nick nach seiner Sommer-Saisonpause die Rundfahrt im Hessen-Trikot perfekt nutzte, um seine aufsteigende Form wieder aufzubauen und Jean-Luca, der ja noch nicht so lange Lizenz-Fahrer ist, wertvolle internationale Erfahrung sammeln konnte. Ein großartiges Wochenende ist vorbei, jetzt ist Regeneration angesagt, bis im September die Deutschen Meisterschaften im Einzel- und Vierer-Zeitfahren anstehen. Wir möchten uns auch dieses Mal ganz herzlich für die Unterstützung seitens des Club TdC und Opel Dello bedanken! You rock! Bei uns geht's bald weiter, stay tuned!


Juegdtour Assen

Der Hamburger Landesverband war (mal wieder) in Assen in den Niederlanden, bei der Jeugdtour Assen. Immer Anfang August findet dort ein riesiges Radsportspektakel für den Nachwuchs statt. Die sechstägige Rundfahrt zieht Jahr für Jahr (inzwischen sind wir bei der 54. Austragung – Respekt!!) mehrere 100 Rennfahrer und Rennfahrerinnen aus etlichen Ländern an. Neben einer großen Fraktion aus England sind unter anderem Fahrer aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Polen und sogar Südafrika am Start. Hier kann man lernen, wie Radrennen in internationalen, großen Fahrerfeldern gefahren werden: hart, schnell, gnadenlos, jedes Rennen ist von Kilometer eins ein Ausscheidungsfahren. Bei all dem kommt aber auch eine Festival-ähnliche Stimmung nicht zu kurz – und die Ruhe und Gelassenheit der Organisatoren und Kommissäre ist stets eine helle Freude.

Uuuuuuultraknapp sind wir in diesem Jahr am Treppchen vorbeigeschrammt! Jasper Pahlke (U17, Harvestehuder RV) fehlte am Ende eine einzige verdammte Sekunde in der Gesamtwertung! So ein Pech! Aber dennoch: Was für eine grandiose Leistung, Jasper! Du bist bärenstark gefahren!
Fünf Fahrer in der U17– Jasper Pahlke (HRV), Daniel Prien, Hannes Anders, Noah Böker, Cedric Stein (alle RG Hamburg), Philipp Grote und Hauke Schwarm bei den Junioren (beide RGH) – und eine Fahrerin (Marla Sigmund, U17, FC St. Pauli) standen für Hamburg am Start. Während unsere beiden routinierten Junioren die Rundfahrt vor allem zum Formaufbau bzw. für weitere Rennpraxis nutzen wollten, feierte Marla ihre Assen-Premiere – und schlug sich prächtig. In der weiblichen U17 werden in Assen die Rennen deutlich schneller und härter gefahren als in Deutschland – aber Marla bewies, dass sie international bestens mithalten kann, erreichte stets im Feld das Ziel und stellte mit einer ausgezeichneten Platzierung beim Zeitfahren auch ihre Time-Trial-Qualitäten unter Beweis. Schön gemacht, Marla!

Bei unseren U17ern standen die beiden Kapitäne Jasper und Daniel im Vordergrund. In diesem Jahr fuhren die Jahrgänge 2002 und 2003 fast alle Rennen getrennt aus, so dass Jasper und Daniel vor allem auf die Helferleistung von Hannes vertrauen mussten, der seine Aufgabe perfekt löste. Nur beim "Klassiker"– ein 90-Kilometer-Rennen durch die Provinz Drenthe, inklusive einen laaangen Passage mit üblem Kopfsteinpflaster – standen beide Jahrgänge miteinander am Start. Bei der Material- und Hitzeschlacht verkauften sich unsere Jungs traumhaft. Nach einem Defekt von Hannes auf dem Kopfsteinpflaster trat ihm der selber gut im Feld fahrende Noah ohne Zögern sein Hinterrad ab, und Hannes kämpfte sich in Profi-Manier im Alleingang wieder in die Spitze hinein – Wahnsinns(team-)leistung! Jasper, Daniel und Hannes kamen wie geplant vorne ins Ziel, gefolgt vom starken Cedric – und Jasper setzte am Folgetag beim Zeitfahren noch einen drauf und fuhr auf den 6. Platz! Am vorletzten Tag dann Jaspers entscheidender Coup: Acht Kilometer vor Rennende animierte er einen Mitfahrer zum Fluchtversuch – und wurde belohnt! Platz zwei, endlich das Podest, 13 Sekunden Vorsprung vor dem Feld plus Bonussekunden – das bedeutete plötzlich Platz drei in der Gesamtwertung!!!

Nun also kam es auf das Finale am letzten Tag an, ein kurzes, ultraschnelles Kriterium mit so gut wie keinen Möglichkeiten für Fluchtgruppen. Es war klar, dass das Rennen auf einen Massensprint hinauslaufen würde. Jasper hatte zwei Sekunden Rückstand auf Platz zwei und eine bzw. drei Sekunden Vorsprung auf Platz vier und fünf. Großer Gott, war das spannend!!! Beim Zieleinlauf rissen wir schon die Arme hoch – und dann schob sich doch auf den letzten Metern noch ein Fahrer an Jasper vorbei und verwies ihn um wenige Zentimeter auf Platz fünf in der Tageswertung. Es begann das Zittern – und nach einer Stunde gab es die traurige Gewissheit: Jasper war vom dritten Platz verdrängt, landete mit einer Sekunde Rückstand auf Platz vier. Und das nach dem ebenfalls bitteren vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Juni! Verständlich, dass Jaspers Enttäuschung riesig war. Aber, Jasper, du bist so unfassbar gut Radrennen gefahren und so ein starker Fahrer mit Profi-Potenzial: Dann klappt’s eben bei den Youngclassics in zwei Wochen!

Alles in allem war das eine Super-Woche. Mit tollen sportlichen Erfolgen, netten Menschen, einer schönen Unterkunft (wir hatten gemeinsam ein großes Haus gemietet), bestem Wetter und vor allem ganz viel Spaß. Assen, wir kommen wieder! Fotos: Kathi Sigmund (7), Leonard Diekmann (1)


Große Bühne für den Nachwuchs:

Beim CityGiro Rellingen haben am Wochenende der  Club TdC und die Hamburger Radsportjugend ihre Partnerschaft feiern dürfen – vor großem Publikum.
Bei dem Radrennen vor den Toren Hamburgs waren auch etliche Kinder- und Jugendfahrer/-innen an den Start gegangen – und einige Mitglieder vom Club TdC waren auch vor Ort. Weil das Radrennen im Rahmen des Rellinger Maifests statt fand, gab’s ein großes Rahmenprogramm auch neben der Rennstrecke. Beste Gelegenheit also für die Übergabe eines sehr großzügigen Geschenks: Club TdC-Vorstandsmitglied Matthias Pilz übergab dem Nachwuchs auf einem symbolischen Riesen-Scheck stolze 10.000 Euro.

Mit der großzügigen Förderung (die bereits vor einigen Monaten geflossen ist) konnte der Radsport-Verband Hamburg in diesem Jahr bereits etliche Nachwuchs-Trainingsmaßnahmen und Renneinsätze in ganz Deutschland subventionieren – „ohne die Unterstützung durch den Club TdC wäre ganz Vieles nicht möglich gewesen“, sagt Jugendleiter Alexander Böker vom Radsport-Verband Hamburg.
„Wir bedanken und verneigen uns und sind sehr, sehr froh, mit dem TdC einen Partner zu haben, dem der Radsport-Nachwuchs sehr am Herzen liegt.“ Als sei die große Geldspende nicht genug, zauberte Matthias Pilz im Anschluss noch jede Menge Trikots, Hosen und Windwesten im TdC-Design aus einem großen Karton, natürlich in passenden kleinen Größen. Die Team-Bekleidung fand reißenden Absatz – und so werden künftig auch junge Fahrerinnen und Fahrer im blau-weißen TdC-Look durchs Hamburger Umland fahren. Dankeschön!

Immerhin konnten die Hamburger sich – zumindest symbolisch – ein wenig revanchieren. Nachdem unsere drei amtierenden Deutschen Meister Luca Rohde, Jasper Pahlke und Benet Metz noch einmal geehrt wurden, überreichten wir auch Matthias Pilz stellvertretend für den Club TdC eine Bottle of Honour, jene goldfarbene Trinkflasche, mit der man Radsportfreunden seine ganz besondere Wertschätzung ausdrücken kann. Ein wirklich toller Tag war das für uns, der mit einer kleinen Jubel-Polonaise endete!

Nun richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Deutschen Meisterschaften 1er Straße am 17. Juni – drückt uns die Daumen!


Jasper Pahlke (HRG) wird Deutscher Cross-Meister der U17

Der Club TdC gratuliert dem Hamburger Nachwuchsfahrer Jasper Pahlke (HRG) zum deutschen Cross-Meistertitel in der U17. Nachdem die vom Club TdC unterstützte Hamburger  Radsportjugend bereits im Jahr 2017 mit Luca Rohde (U17) und Benet Metz (U15) zwei deutsche Meister im Omnium Wettbewerb auf der Bahn hervorgebracht hat, beschert uns der Hamburger Nachwuchs gleich zu Beginn der Radsaison 2018 den nächsten deutschen Meistertitel. Chapeau !

Nachfolgend ein schöner Bericht von Alexander Böker, Vorsitzender der Radsportjugend und Vizepräsident Leistungssport im Radsportverband Hamburg:

"Was für ein Rennen! Wir hatten ja versprochen, noch ein bisschen ausführlicher über unseren neuen Deutschen Cross-Meister in der U17 zu berichten. Jasper Pahlke (HRG) hat am Wochenende das wohl beste Rennen seiner Karriere hingelegt. Wer Gelegenheit hatte, sich den Livestream der DM anzuschauen, hat ihn aus der Ferne womöglich genauso abgefeiert wie wir!

Wer Jaspers Fahrweise kennt, weiß: Der Mann ist mit allen Wassern gewaschen und verliert so schnell nicht die Nerven. Selten geht er beim Deutschland-Cup oder beim Stevens-Cup vom Start weg an die Spitze. Jasper guckt sich seine Gegner erst eine Weile an, bevor er unerbittlich Gas gibt. So lief das auch in Bensheim. „Ich bin einen ganz guten Start gefahren und konnte als Dritter ins Gelände gehen“, berichtet er. „Zwischenzeitlich bin noch mal auf den 6. Platz zurück gefallen. Aber am Ende der ersten Runde konnte ich mich mit Tim Neffgen absetzen und am Ende der Runde 2 habe ich dann nach einer Lauf-Passage die entscheidende Attacke gesetzt und konnte ab da ein fehlerfreies Rennen bis ins Ziel fahren!“
Und wie fehlerfrei! Wie ein Trecker mit Porsche-Motor pflügte Jasper auf seinem Stevens-Rad durchs Gelände, hochkonzentriert und immer mit mächtig Druck auf dem Pedal. Sogar der starke Marco Brenner, der eigentlich als klarer Favorit galt, hatte keine Chance, die Lücke zu schließen, die Jasper mit seiner Attacke aufgerissen hatte. In führender Position behielt er einen kühlen Kopf, was ihm nach dreißig Minuten Renndauer den Deutschen Meistertitel im Radcross der Jugend U17 bescherte. Mit 22 Sekunden Vorsprung feierte Jasper den größten Erfolg seiner Karriere.
Jasper, das war saustark und genial! Glückwunsch!!!
Wir danken Holger‘s Radsport-Fotos für die tollen Bilder!"

Praktikumsplatz gefunden über den TdC :-)

Bei der Ausfahrt vor den Cyclassics mit dem Nachwuchs des RV Hamburg und dem Club TdC zum Kösteberg blieb wenig Zeit zum quatschen. Zumindest für mich: schauen, wo es lang geht (die anderen Jugendfahrer hatten den GPX-Track nicht heruntergeladen) und aufpassen, dass alle mitkommen. Bei dem gemeinsamen Abendessen hingegen war die Situation deutlich entspannter und man konnte sich mit jedem unterhalten, natürlich vorallem über den Radsport.  In dem Informationsschreiben zu dem Tag von Alexander Böker wurde uns geraten das Gespräch mit den Club TdC Mitgliedern zu suchen, "wer weiß, vielleicht springt der eine oder andere Praktikumsplatz raus.:-)". Da ich für meine CTA (Chemisch-Technischer Assistent)-Ausbildung, die ich parallel zur Schule bewältige, noch einen Praktikumsplatz suchte, kam das Abendessen wie gerufen, ein Tisch voller Leute, die hohe Postitionen in großen Firmen bekleiden und gut vernetzt sind!  Nach dem alle Teller geleert waren und alle hungrigen Radfahrer satt waren habe ich dann mal mein Glück probiert und meinen derzeitigen Sitznachbarn, Matthias Pilz, gefragt. Diese entpuppte sich als Standortleiter der Oerlikon Neumag, einer Firma in Neumünster, die Maschinen zur produktion synthetischer Textilfasern herstellt, jene Textilfasern testet und noch dazu geeignet für ein Praktikum ist. Und, wie der Zufall es so wollte, mussten wir beide in die gleiche Ecke Hamburgs, sodass er mir gleich angeboten hatte, mich mitzunehmen.

Nach etwas Emailverkehr und ein paar Anrufen, erst über das Abendessen und die Cyclassics, dann, nach der - zugegeben - sehr späten Bewerbung, über das Praktikum, saß ich dann neben Matthias im Auto richtung Neumünster. Bei den Gesprächsthemen war alles von "mein erster Hungerast" bis "Schlauchreifen richtig dehnen" dabei.

Nun ist mein Praktikum zu Ende und ich bin froh, so kurzfristig auf diesem eher unüblichen Weg eine sinnvolle Beschäftigung für die Ferien gefunden zu haben.

Vielen Dank an dieser Stelle an den Club TdC für die gemeinsame Ausfahrt und das Essen, wir (ich denke es ging den anderen Jugendfahrern auch so) haben viele nette Leute kennengelernt, mit denen wir eine Leidenschaft teilen!

Trainingslager der Hamburger Radsportjugend auf Mallorca

Die Hamburger Radsportjugend grüßt aus dem Trainingslager auf Mallorca.
In diesem Jahr sind wir bei allerbestem Wetter in Can Picafort untergebracht – und heute liegt bereits eine Woche hartes Training (inkl. einem Ruhetag) hinter uns. Die U19-Fahrer haben die 1000-Kilometer-Marke schon jetzt (!) locker geknackt, und auch die U17- und U15-Sportler legen hier enormen Trainingsfleiß an den Tag.
So ein Trainingslager (unter Anleitung von Landestrainer Uwe Messerschmidt und RG-Hamburg-Trainer Leonard Diekmann) muss man sich etwas anders vorstellen, als ein normales Vereinstrainingslager, bei dem man morgens bespricht, wer mit wem welche schönen Strecken fährt und auf welchem Marktplatz es den besten Espresso gibt. Nein, die Trainer haben für jede Altersklasse und z.T. für jeden Sportler individuelle Pläne, die auch schon mal darin bestehen können, vier mal hintereinander denselben Berg mit Vollgas hochzufahren. Auf gut deutsch: Hier werden immer wieder Intervalle gefahren, und zwar mit einer Intensität, dass dem Jugendleiter/Autoren dieser Zeilen schon beim Zuschauen aus dem Begleitfahrzeug ganz schummrig wird. Bemerkenswert ist, wie diszipliniert und fokussiert die Jugendlichen auch vor und nach den Einheiten sind.
Während im vergangenen Jahr die Trainer sich dann und wann noch genötigt sahen, beim Essen auf die Notwendigkeit von frischem Gemüse und Salat hinzuweisen, wissen die Sportler inzwischen ganz genau, was auf den Teller muss. Die Stimmung ist hervorragend – auch wenn ein harmloser, aber lästiger Erkältungsinfekt die Runde macht, so dass immer wieder ein paar Fahrer etwas pausieren müssen.

Alle Fahrer möchten sich an dieser Stelle auch noch mal beim Club TdC bedanken, der dieses Trainingslager mit seinem Engagement mit unterstützt. Heute ist der erste Regentag (morgen soll es wieder besser werden) – das passt perfekt zum Ruhetag. Morgen geht es auf dem Sattel weiter.

Scheckübergabe in Hamburg

(Anklicken zum Vergrößern)

Die Hamburger Radsportjugend freut sich über die großzügige Spende des Clubs Tete de la Course.
Am Wochenende überreichte Matthias Pilz vom Club TdC den Nachwuchsfahrer/innen einen Scheck über 5000 Euro in den ehrwürdigen Räumlichkeiten der Alten Oberpostdirektion.
Der Club TdC ist einer der größten deutschen Sportvereine für Führungskräfte in Deutschland, in dem die Mitglieder Radfahren und Networking miteinander verbinden – und auch noch Gutes tun. Schon im vergangenen Jahr hatte der Club die Bundesliga-Saison der U19-Fahrer maßgeblich unterstützt. Klar, dass sich nun gleich eine große Gruppe Nachwuchsfahrer/innen aus allen Himmelsrichtungen aufgemacht hatte, um sich für ein großes „Dankeschön-Foto“ aufzubauen.

Matthias Pilz überreichte die Spende, die zweckgebunden für die Jugendarbeit eingesetzt wird, mit sichtlichem Vergnügen – und die Fahrerinnen und Fahrer beschlossen spontan, zu einer der nächsten Trainingsrunden im Frühjahr die TdC-Mitglieder einzuladen, um ein wenig WIndschatten zurückzugeben.

Auch das Präsidium des Radsport-Verbands um Bernd Dankowski und Arne Naujokat sowie Jugendleiter Alexander Böker, Landestrainer Uwe Messerschmidt sowie Matthias Hoffmann (TdC/hansehealth) waren begeistert: „Das ist ein wirklich schöner Start in die Saison“, zeigten die Erwachsenen sich dankbar. Nun geht’s Anfang März ins Trainingslager, damit das Engagement des TdC auch mit Erfolgen zurückgezahlt werden kann.


Philipp Plampeck an der Feldspitze

Die Hamburger Radsportjugend

Luca Rohde und Trainer Messerschmidt

Der Club TdC unterstützt den Radsport-Nachwuchs – und der Nachwuchs liefert: Die Hamburger Radsportjugend blickt auf eine starke zweite Saisonhälfte 2016 zurück. Mit einem Paukenschlag eröffnete Schülerfahrer Benet Metz (U15, RG Hamburg) die zweite Jahreshälfte und fuhr bei der einwöchigen Internationalen Jeugdtour im niederländischen Assen auf der Klassiker-Etappe einen grandiosen Sieg heraus. Der Jahrgang U17 legte dann beim wichtigen BDR-Jugendsichtungsrennen in Frankfurt/Oder nach: Luca Rohde von der RG Hamburg blieb als einziger Fahrer unter der 2:20-Minuten-Schallmauer in der Einerverfolgung (zwei Kilometer). Und Teamkollegin Katharina Albers erreichte in der Gesamtwertung einen hervorragenden 5. Platz – gute Aussichten für die kommende Straßen-Saison!
Mehr zur Jugend des Hamburger Radsportverbandes findet ihr auch auf Facebook.

Benet, Metz

Das Hamburger U19-Bundesliga-Team indes hat die Saison beendet – wir haben einige der Fahrer um ein Resümee gebeten:

Jan Biermann

Jan Lietzke

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